Der Ort, den viele übersehen
Wer ans Freibad denkt, denkt ans Wasser. Dabei liegt gleich daneben ein Spielplatz, der für sich allein einen Nachmittag trägt — und das sogar an Tagen, an denen niemand schwimmen will.
Das ist sein Vorteil: Man muss nichts mitbringen außer Zeit. Kein Eintritt, keine Öffnungszeiten, kein Plan.
Was es gibt
Es gibt Sand, und zwar reichlich. Es gibt ein Klettergerüst, das von Weitem niedlich aussieht und aus der Nähe respekteinflößend wird. Es gibt Schaukeln, an denen man sich anstellen muss, weil sie die beste Aussicht bieten. Und es gibt eine Wasserpumpe, die zuverlässig jedes Kind anzieht.
Genug Platz zum Toben



Ein Projekt mit Müllgreifer
An einem Tag wurde der Spielplatz zum Arbeitsplatz: Mit Müllgreifern und Tüten ausgerüstet, ging eine Gruppe das Gelände ab und sammelte ein, was nicht dorthin gehört. Aus „hier liegt Müll" wurde „wir machen das sauber" — und plötzlich war Aufräumen kein Muss, sondern eine Art Schatzsuche mit umgekehrtem Vorzeichen.
Es ist eine kleine Sache, die hängen bleibt: dass ein Ort schöner wird, wenn man sich um ihn kümmert, und dass das jeder kann.
Aufräumen als Ortserlebnis



Und danach kurz ins Freibad
Nach dem Sammeln blieb noch Zeit für einen kurzen Abstecher ins Freibad nebenan. Nicht zum großen Schwimmen — eher zum Reinschnuppern, Füße ins Wasser, schauen, wie es dort aussieht. Manchmal reicht genau das, um sich auf den nächsten Sommertag zu freuen.
Der Trick mit dem Schatten
Im Frühling und Herbst ist das egal. Aber im Hochsommer entscheidet eine einzige Sache über die Laune: Schatten. Die Bänke unter den Bäumen am Rand sind die besten Plätze des ganzen Geländes. Wer früh kommt, sichert sich einen — und der Sand ist morgens noch angenehm kühl.
Was Kinder hier lernen
Anstehen. Abwarten. Dass die beste Schaukel die ist, auf die man gerade warten muss. Dass man im Sand stundenlang dasselbe Loch graben kann und es jedes Mal ein neues Loch ist. Und manchmal: dass ein Ort einem mehr bedeutet, wenn man ihn selbst sauber gemacht hat.
Wenn ihr da seid
Bringt mit: Sandspielzeug, Sonnencreme, etwas zu trinken, und im Sommer einen Hut. Wer danach ins Freibad will, packt die Badesachen gleich ein.
Was ihr nicht braucht: einen Grund. Dieser Spielplatz ist auch für „wir wissen noch nicht, was wir machen" genau richtig.
Vor dem Besuch
Wo ist der Spielplatz beim Freibad in Tostedt? +
Der Spielplatz liegt am Freibad (Am Freibad 17A, 21255 Tostedt) und ist frei zugänglich — auch außerhalb der Badesaison.
Kostet der Spielplatz Eintritt? +
Nein. Der Spielplatz ist kostenlos und unabhängig vom Freibad nutzbar. Eintritt zahlt nur, wer ins Schwimmbad geht (Freibad: Am Freibad 14).
Für welches Alter ist der Spielplatz geeignet? +
Ab etwa einem Jahr. Es gibt Geräte für die ganz Kleinen und Kletter- und Toberaum für größere Kinder.
Gibt es Schatten und Sitzgelegenheiten? +
Ja, am Rand stehen Bänke unter Bäumen. Im Hochsommer sind die schattigen Plätze schnell belegt — früh kommen lohnt sich.